Seit heute ist die Corona-Warn-App der Bundesregierung verfügbar.

Ob die Nutzung der App sinnvoll ist und zur Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2 beitragen kann, möge jeder selbst beurteilen. Ich möchte hier nur eine kurze Einschätzung unter Datenschutzaspekten abgeben, immerhin handelt es sich bei den Daten in der App möglicherweise um sensible Gesundheitsdaten:

Die Funktionen der App sind auf der Internetseite https://www.coronawarn.app sehr ausführlich erklärt. Die dort beschriebenen Datenschutz- und Sicherheitsstandards klingen plausibel.

Ich habe selten eine so umfangreiche und gute FAQ-Sammlung gesehen, die alle wesentlichen Punkte beschreibt: https://www.coronawarn.app/de/faq/

Die Datenschutzerklärung ist im Web zu finden (https://www.coronawarn.app/de/privacy/) und in der App deutlich und gut sichtbar beim Start einsehbar. Sie ist inhaltlich aus meiner Sicht sehr gut aufgebaut und beschreibt ausführlich und transparent alle Funktionen der App. Auch hier habe ich selten so eine gute, verständliche und umfangreiche Datenschutzerklärung gelesen.

Alle Daten in der App sind anonymisiert und verschlüsselt und erlauben keine Identifikation der Nutzerinnen. Der Programmcode der App wurde als Open-Source veröffentlicht, so dass Programmierer weltweit die App verbessern können und den Pogrammcode auf Fehler prüfen können. Ein positives Qualitätsmerkmal.

Auch der TÜV kommt letztlich zu einem positiven Ergebnis und stellt ein gutes Urteil in Sachen Datenschutz und Informationssicherheit aus: https://www.heise.de/news/TUeV-Pruefung-der-Corona-App-App-soll-stabil-und-sicher-laufen-4782882.html

Und sogar der Chaos Computer Club hat scheinbar nichts zu meckern: https://www.zdf.de/nachrichten/politik/corona-app-launch-100.html

Fazit: Die Entwickler der Corona-Warn-App haben in Sachen Datenschutz und Informationssicherheit vieles richtig gut umgesetzt. Aus Sicht des Datenschützers habe ich keinerlei Einwände gegen die Nutzung.

Hinweis:

Die oben genannten Punkte stellen keine Rechtsberatung dar. Ich bin Praktiker mit Herz, Hirn und Verstand. Als ausgebildeter Datenschutzexperte berate ich seit vielen Jahren zahlreiche Kommunen deutschlandweit bei der Umsetzung des Datenschutzes. Alle Angaben mache ich nach bestem Wissen und Gewissen. Ich verfüge über 20 Jahre unternehmerische Erfahrung und bin an Lösungen und Umsetzungen interessiert, die in der Praxis auch funktionieren und anwendbar sind. Genau so richte ich meine Beratung aus.

 

Thorsten Dampf

Thorsten Dampf

Geschäftsführer, Datenschutzbeauftragter (IHK)

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